Der Zierpflanzenbau ist eine Wertschöpfungskette, in der jedes Glied vom nächsten abhängt. Züchtung, Blumenzwiebelanbau, Jungpflanzenanzucht, Produktion im Gewächshaus, Handel und Floristik – jede Entscheidung wirkt sich auf das Endprodukt aus.
„Lineares Denken funktioniert hier nicht“, sagt Levi Evers von Bredefleur. „Es ist ein Netzwerk gegenseitiger Abhängigkeiten.“
Hinzu kommt, dass eine Lilie kein industriell gefertigtes Produkt ist. Sie ist ein lebender Organismus, der auf Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Bodenbedingungen reagiert. Ein Versuch, der an einem Standort erfolgreich ist, kann an einem anderen ganz andere Ergebnisse liefern. Gleichzeitig verändern sich gesetzliche Vorgaben, steigen die Anforderungen an Nachhaltigkeit und erwartet der Markt eine gleichbleibend hohe Qualität sowie eine zuverlässige Lieferfähigkeit. Gerade deshalb braucht Fortschritt im Zierpflanzenbau Geduld und einen langen Atem.